Sozialtherapie

Die Sozialtherapie ist eine spezielle Form des Strafvollzugs, in der besonders r√ľckfallgef√§hrdete Straft√§ter intensiv betreut und therapiert werden, um die Wahrscheinlichkeit eines zuk√ľnftigen Lebens ohne Straftaten zu erh√∂hen. Sie findet in eigenen Sozialtherapeutischen Anstalten oder Abteilungen statt. Gesetzlich geregelt wird die Sozialtherapie in den Strafvollzugs¬≠gesetzen der jeweiligen Bundesl√§nder.

In manchen Bundesländern sollen wegen bestimmter Delikte (v.a. Sexualstraftaten) Verurteilte grundsätzlich in die Sozialtherapie verlegt werden, wenn die Behandlung dort erfolgsversprechend ist, in anderen Bundesländern generell Straftäter, deren Gefährlichkeit durch Therapie vermindert werden kann.

Wenn Gefangene die Mitarbeit an ihrer Therapie verweigern oder sich die Therapie als aussichtlos erweist, m√ľssen sie in den normalen Strafvollzug zur√ľckverlegt werden, da Therapiepl√§tze begrenzt und teuer sind.

Einige Bundesl√§nder sehen vor der Entlassung aus der Sozialtherapie einen bis zu sechsmonatigen Sonderurlaub vor, w√§hrend dem sie nur noch ambulant betreut werden. In mehreren Bundesl√§ndern k√∂nnen auch aus der Sozialtherapie Entlassene durch die Anstalt weiterbetreut und bei R√ľckfallgefahr sogar freiwillig wieder aufgenommen werden, wenn es keine bessere Alternative gibt. In anderen Bundesl√§ndern gibt es √§hnliche Angebote f√ľr Strafentlassene allgemein.