F├╝hrungsaufsicht

Die F├╝hrungsaufsicht z├Ąhlt zu den Ma├čregeln der Besserung und Sicherung. Sie dient gleichzeitig der ├ťberwachung und der Unterst├╝tzung bei der Wiedereingliederung entlassener Straft├Ąter. Sie wird in den ┬ž┬ž 68-68g StGB geregelt.

Die F├╝hrungsaufsicht wird von einer Aufsichtsstelle beim Landgericht oder der Staatsanwaltschaft ├╝berwacht. Dem Entlassenen wird ein Bew├Ąhrungshelfer zur Seite gestellt. (┬ž 68a StGB)

Die F├╝hrungsaufsicht tritt automatisch nach dem kompletten Absitzen (Endstrafe) einer mindestens zweij├Ąhrigen Haftstrafe wegen einer voss├Ątzlichen Straftat bzw. einer einj├Ąhrigen Haftstrafe wegen eines Sexualdeliktes (┬ž 68f StGB) oder der Entlassung aus dem Ma├čregelvollzug oder der Sicherungsverwahrung (┬ž┬ž 67c+d StGB). Bei bestimmten Straftaten mit besonders hoher R├╝ckfallwahrscheinlichkeit kann sie schon bei einer sechsmomatigen Haftzeit angeordnet werden (┬ž 68 StGB).

Die F├╝hrungsaufsicht dauert zwischen zwei und f├╝nf Jahren. Sie kann aber auch verk├╝rzt und in Ausnahmef├Ąllen sogar auf unbestimmte Zeit verl├Ąngert werden (┬ž 68c StGB).

Das Gericht kann die F├╝hrungsaufsicht mit teilweise sehr einschneidenen Weisungen verbinden (┬ž 68b StGB). Verst├Â├če gegen diese Weisungen k├Ânnen selbst als Straftat verfolgt und mit bis zu drei Jahren Haft bestraft werden (┬ž 145a StGB).